MAYA de ROJA PK

 

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Unsere Miss Supercool!

 

MAYA de ROJA bedeutet: ROTER MAI!

Ich war so frei und habe das spanische Wort für Mai - Mayo verweiblicht und Maya daraus gemacht. Maya's Name hat also nichts mit den berühmten Maya zu tun. Wir haben Maya und ihre Mama Marinera in einem Mai kennengelernt und da beide rot waren, war das sowas wie unser roter Mai. Maya hatte damals noch keinen Namen, ihre Züchterin wollte das dem neuen Besitzer überlassen und als feststand, dass wir Marinera und Maya kaufen, habe ich mich eben für Maya de Roja entschieden.


geboren: 25. April 2007Maya_de_Roja_PK

Geschlecht: Stute

Farbe: Rotfuchs

Stockmaß: ca. 152 cm

Vater: RyR Galpon / Vatervater: Principe de la Solana

Mutter: St.Pr.St. Marinera MK / Muttervater: Altivo KCO

Nachkommen: Miel Roja del Sol RPV

Geschwister: Farsante Oro del Sol RPV

Fuego Rojo del Sol RPV

 

 

MAYA ist unverkäuflich!


Beschreibung:

MAYA ist eine wunderschöne, dunkelrote Stute mit einer außergewöhnlichen Blesse, zwei weißen Stiefelchen an den Hinterbeinen und einer wilden, beidseitigen Mähne (die sich momentan allerdings versucht komplett nach einer Seite zu legen).

Sie ist das coolste und gelassenste Pferd, das man sich vorstellen kann. Noch nicht einmal Schlangen die ihren Weg kreuzen können sie aus der Ruhe bringen. Auch keine wild rumrennenden, schreienden Kinder oder ausgeflippte, bellende Möchtegern-Hütehunde. Dennoch verfügt MAYA über das gewünschte Temperament - sie hat eben Brio!

MAYA hat wunderbare, taktklare, fließende Gänge mit einem enormen Untertritt. Trabveranlagung hat sie nicht.

Leitstute ist MAYA keine, dafür reiht sie sich problemlos in die Rangordnung ihrer Herde ein und versteht sich sehr gut mit allen anderen Herdenmitgliedern.

MAYA ist die ideale Pferde-Partnerin und Freundin für's Leben. Sie vertraut ihren Menschen absolut und bedingungslos und geht mit einem durch Feuer und Wasser und durch dick und dünn. Sie ist auch sehr menschenbezogen und geniesst die Zeit, in der man ganz alleine für sie da ist, sehr.

MAYA ist sehr gut für die Freizeit- und Geländereiterei geeignet. Ein Turnierpferd ist sie eher nicht, dafür fehlt ihr die nötige Arroganz. Dafür ist sie aber eine Supermama und kann mit dem passenden Pferdemann perfekte kleine Pferdekinder bekommen - siehe MIEL!


MAYAs Geschichte:

Als wir sie kennengelernt haben, war sie gerade mal vier Wochen alt. Sie war schon damals ein selbstbewußtes, supercooles Pferdemädchen, das sich auch nicht aus der Ruhe bringen ließ, als sie von Mama Marinera allein gelassen wurde, weil diese in die Reithalle geführt wurde. Als sie merkt, dass Mama weg war kam sie uns frohgemut und ohne Eile hinterher gehüpft.

Einige Tage nach unserem Besuch in der Schweiz - denn hier ist Maya geboren - war klar, wir kaufen Maya und ihre Mama. Kurze Zeit später - Maya war gerade 8 Wochen, also zwei Monate alt - zogen die beiden roten Mädels von der Schweiz nach Deutschland, genauer gesagt in unseren Stall um. Da das mit der Ausfuhr, Verzollung etc. nicht so einfach war, beauftragten wir einen Pferdetransporteur. Als wir bei der Züchterin ankamen, waren die Mädels bereits verladen und warteten auf die Abfahrt. Marinera ist eine ganz ruhige, routinierte Stute und diese Ruhe und Gelassenheit gibt sie auch an ihre Kinder weiter. Und so standen die beiden ganz ruhig im Anhänger, zupften Gras und warteten auf uns. Los ging es zur Grenze, wo wir eine ganze Weile Aufenthalt hatten bis die Formalitäten geklärt waren und die Zollbeamtin sich  die zwei Pferde noch mal angeschaut hatte. Es war Ende Juni und ziemlich heiß. Der Pferdehänger stand zwar im Schatten, doch angenehm war es in ihm nicht. Doch bei den Mädels war nichts von Unbehagen oder Nervosität zu sehen oder zu spüren. Nachdem alles erledigt war, ging es endlich los in Richtung neue Heimat. Die Fahrt betrug alles in allem ca. 9 Stunden. Eigentlich eine starke körperliche und psychische Belastung für ein Pferd, noch dazu für ein Fohlen. Doch Marinera und Maya stiegen aus dem Hänger als wenn nichts gewesen wäre und liefen mit uns das letzte Stück Weg zum Stall, als wären sie hier schon immer zuhause gewesen. Maya lief ganz lieb neben ihrer Mama her und sah sich neugierig und aufgeweckt um. Im Stall und in ihrer neuen Pferdefamilie fühlten sie sich gleich sichtlich wohl. Die beiden wurden ohne Probleme von Gina, Hasi und Faldero aufgenommen und Faldero behandelte Maya als wäre sie sein eigenes Fohlen.

So problemlos wie der Anfang von Mayas Leben bei uns war, so problemlos ging es - zumindest im Umgang mit ihr - weiter. Maya ist sehr menschenbezogen und hat unerschütterliches, 100 %iges Vertrauen zu uns, ihren Menschen. Sie ist supercool und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Leider war Maya jedoch sehr unternehmungslustig. In ihrem ersten Winter bei uns hat sie Bergziege gespielt und ist auf einer Steinmauer - die keines der anderen Pferde auch nur beachtet hat - herumgeklettert. Leider ist sie abgerutsch und hat sich beide hintere Beine aufgeritzt. Da traf es sich sehr gut, dass sie an diesem Tag ihre Tetanus-Impfung bekommen sollte. Zu der Impfung kam dann halt noch gleich eine Spritze gegen Entzündung und ein Verband für beide Beine. Das einzige, was Maya nicht so toll fand waren die Spritzen. Das Verbinden ihrer verletzten Beine hat sie ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen lassen. Ebenso die in der darauf folgenden Woche weiteren Verbindungsaktionen. Es hat sie absolut nicht gestört, dass ich ihr ständig an den Beinen rumgefummelt habe. Die Verletzungen an den Beinen sind problemlos verheilt und es sind noch nicht mal Narben zu sehen. Ihren Gang und Bewegungsablauf hat dieser kleine Unfall natürlich auch nicht beeinträchtigt.

Dann war es eine ganze Weile ruhig. Maya wuchs und gedeihte und entwickelte sich zu einer richtigen kleinen Pferdedame. Bis ich im nächsten Winter eines Tages zum Stall kam und Maya liegend vorfand. Sie war auf einem Stück Eis ausgerutscht und konnte alleine nicht mehr aufstehen. Ich bekam natürlich einen Riesenschreck und versuchte natürlich sofort sie zum Aufstehen zu bewegen. Aber Maya hatte weder Kraft noch Lust. Sie hatte es wohl schon eine ganze Weile erfolglos alleine probiert und war nun am Ende ihrer Kräfte. Die einzige Reaktion von ihr war, dass sie mich in den Arm zwickte, so nach dem Motto: "Es ist deine Schuld, warum warst du nicht früher da?" Ich stellte ihr dann erst mal eine Schüssel mit Kraftfutter vor die Nase. Sofort fing sie an zu fressen. Dann packte ich Stroh um sie herum und deckte sie mit einer Decke zu. Als nächstes rief ich meine Tierärztin und meine Lieben Helfer in der Not an. Während ich auf Unterstützung wartete redete ich mit Maya und versuchte immer wieder sie zum Aufstehen zu bewegen. Endlich war unsere Rettung da: Renate, die Lebensgefährtin meines Papas, Heidelinde, meine Tante und Ferdinand, ihr Sohn und mein Cousin. Wir packten alle zusammen an und schwups stand Maya wieder. Sofort untersuchte ich sie am ganzen Körper und besonders an den Beinen. Aber es war alles in Ordnung. Das bestätigte mir später dann auch meine Tierärztin. Sie gab Maya noch eine Aufbauspritze und das war's dann.

Es kehrte wieder eine Weile Ruhe um Maya ein. Bis zum Frühling des nächsten Jahres. Eines Tages dachte ich so bei mir, dass Maya einen ganz schönen Bauch gekriegt hätte. Ich dachte zuerst mal an zu viel Gras und dann an Würmer (andere Gedanken verdrängte ich danz schnell wieder!) und verabreichte ihr eine Wurmkur. Nach einer Weile war der Bauch auch nicht weniger geworden und ich beobachtete wie sie sich in der schönsten Mamastutenpose hinstellte, als ihr kleiner Bruder Farsante - der inzwischen von Mama Marinera entwöhnt war - bei ihr versuchte zu trinken. In dem Moment kam mir eine Erkenntnis und mich traf fast der Schlag: Maya ist tragend! Schnell verdrängte ich diesen Gedanken wieder. Nein, das kann nicht sein. Maya ist viel zu jung und ich hatte doch so aufgepasst. Ich telefonierte mit meiner Tierärztin und vereinbarte mit ihr einen Termin für eine Untersuchung. Wir nahmen Blut, schickten es ins Labor und warteten auf das Ergebnis. Nach ein paar Tagen rief mich meine Tierärztin an und ich höre noch jetzt ihre Worte: "Ich habe eine gute Nachricht für Sie. Naja, ob die Nachricht als so gut empfinden weiß ich auch nicht." Ich wußte was sie mir sagen wollte: Maya war tragend! Ich musste mich erst mal setzen und dann schossen mit tausend Gedanken durch den Kopf. Und ich hatte Angst, schreckliche Angst, denn Maya war ja gerade erst zwei Jahre alt geworden. Ich hatte Angst, dass Maya etwas passieren würde, dass Maya das Ganze nicht überleben würde. Ich besprach alles mit meiner Tierärztin und sie sprach mir Mut zu und sagte mir, dass ihr das bei einer ihrer Stuten selbst auch schon passiert wäre und da ist auch alles gut gegeangen. Meine größte Sorge war, dass Maya erst im Herbst oder gar Winter abfohlen würde. Doch der anhand des Blutes ermittelte Wert für die Trächtigkeit war bei 80. Bei der Hälte der Tragezeit ist er bei 50 und so konnten wir festhalten, dass Maya doch nur noch einige Wochen Trächtigkeit vor sich hatte. "Gott sei Dank!" Nach dem Gespräch mit der Tierärztin bin ich zu Maya gegangen und habe mir ihr geredet und sie sah mich mit so ruhigen, gelassenen Augen an, dass ich wusste, es wird alles gut.

Eines muss ich jetzt hier aber noch mal kurz loswerden: Ich habe mich sehr geschämt, als rauskam, dass Maya tragend ist. Ich habe mich geschämt, weil sie noch viel zu jung war und ich nicht gut genug auf sie aufgepasst habe. Und ich habe an die Leute denken müssen. Was werden die von mir denken: "Wie kann diese Frau eine verantwortungsvolle Tierhalterin und Züchterin sein, wenn sie ihre Stute schon im Alter von 1,5 Jahren decken lässt?" Ich dachte anfangs sogar daran, dass alles zu verheimlichen. Aber wie kann man das? Und ich wollte es auch nicht! Es war nun mal passiert - wie, das weiß ich bis heute nicht - und ich wollte dazu stehen. Und ich erzähle es auch und wenn mich jemand fragt wieso und warum, dann erzähl ich die ganze Geschichte, so wie es war.

Einige Tage nach dem Telefonat mit meiner Tierärztin - Maya bekam seit diesem Tag Stutenfutter und wurde mit Samthandschuhen umsorgt und angefasst - schoß bei Maya die Milch ein und sie bekam ein Euter. Jetzt war es amtlich - Maya hat nur noch ein paar Wochen! In der folgenden Zeit hatte ich viel zu tun. Marinera hatte auch nicht mehr lange Tragezeit und ich war jetzt fast Tag und Nacht im Stall. Ich wollte auf keinen Fall die Geburt der Fohlen verpassen. Marinera, Maya und Hasi teilten sich zu der Zeit einen Stall und eine Weide und ich wollte die Mädels erst kurz vor der Geburt alleine stellen. Am 25.06.2009 kam dann endlich Mayas kleiner Bruder Fuego auf die Welt, - mein größter Herzenswunsch ging nicht in Erfüllung  - die Geburt hatte ich natürlich wieder verpasst. Maya bekam dies alles hautnah mit, ich hatte sie extra bei Marinera gelassen, dass sie sich bei ihrer Mama abgucken kann, dass das nichts Schlimmes ist. Marinera war dann in den ersten Tagen nach der Geburt sehr aufmerksam und besorgt und jagte Maya ständig weg. Deshalb stellte ich Maya dann alleine. Ich wollte, dass sie sich in Ruhe auf ihr Baby vorbereiten konnte und keinen Stress hatte. Tagtäglich kontrolliert ich Mayas Körper auf die kleinsten Zeichen auf die bevorstehende Geburt. Maya war während der Zeit vor der Geburt ruhig und gelassen. Sie war sehr anhänglich und vertrauensvoll. Ich habe während diese Zeit einmal mit meiner Tierärztin gesprochen und gesagt, dass ich einmal bei einer Geburt dabei sein möchte. Da meinte sie zu mir, dass Maya so ein großes Vertrauen zu mir hätte und sie mich vielleicht dabei haben wollte. Darauf erwiderte ich, dass Maya viel zu dickköpfig sei um mir diesen Wunsch zu erfüllen. Diesmal hatte ich mich gründlich geirrt!

Am 12.07. redete ich noch lange Zeit mit Maya während sie ruhig dastand und in ihrer kühlen Box vor sich hin döste. In den vorangegangenen Tagen war Maya immer anhänglicher geworden und war sehr gerne direkt bei mir. Als ich sie an diesem Abend verließ, war ich innerlich schon leicht unruhig. Doch die Nacht lieb ruhig und Maya fühlte sich sichtlich wohl. Am nächsten Tag - ein Montag - fuhr ich mit Mike - der für diesen Tag Urlaub hatte - zum Stall und als wir unseren Hang zum Stall runterfuhren und Maya uns bemerkte, kam sie laut wiehernd auf uns zugerannt und ich wußte: jetzt ist es soweit! Ich bin gleich zu ihr gegangen, hab sie untersucht und beruhigend mit ihr geredet. Sie war auch ganz ruhig und entspannt, doch sie ist mir keinen Schritt mehr von der Seite gewichen. Ich habe ihr dann gesagt, sie soll in den Stall gehen. Das hat sie auch sofort gemacht. Ich habe Mike gesagt, dass er nicht so laut mit dem Bulldog rumhantieren soll, da es nicht mehr lange mit der Geburt dauern könne. Dann habe ich mich mit Maya in die Box gestellt und gewartet. Maya wurden mit der Zeit immer unruhiger und fing an zu schwitzen. Als ich ihr sagte, dass sie sich hinlegen soll, hat sie das auch prompt getan. Ich habe mich zu ihr gesetzt, ihren Kopf gehalten und gestreichelt und mit ihr geredet. Dann fing die eigentliche Geburt an. Maya war ruhig und vorbildlich. Ich habe sie verbal und streichelnd unterstützt so gut ich konnte. Aber sie hätte das auch alleine super hingekriegt. Es dauerte nicht lange und die Füßchen kamen, dann der Kopf und dann der halbe Körper. Unsere Tierärztin - die ich inzwischen natürlich verständigt hatte - riet uns, das Fohlen vorsichtig herauszuziehen umd die Geburt etwas zu verkürzen. Dies haben wir dann auch getan und das war das einzigste mal, dass wir eingegriffen haben. Alles andere hat Maya ganz alleine gemacht. Die ganze Geburt war problemlos und absolut vorbildlich. Maya besah sich dann auch gleich, was da aus ihrem Körper gekommen war. Zuerst verstand sie es nicht so ganz und knabberte an dem kleinen Stückchen Fell herum. Aber nach einer Weile hat sich verstanden was das ist. Sie stand dann auf und auch ihre kleine Tochter ist schnell aufgesprungen und hat angefangen bei Maya nach Milch zu suchen. Und nach kurzer Zeit hatte sie die Milchquelle auch gefunden.

Es war der 13.07.2009 - wir hatten am Abend dieses Tages ein Pferd mehr und es war eines der schönsten Erlebnisse meiner Pferdehalterzeit. Maya hat mir meinen sehnlichsten Wunsch erfüllt: sie hat auf mich gewartet und wollte mich dabeihaben, wenn sie zum ersten Mal Mutter wird und einem kleinen Pferd das Leben schenkt. Dafür bin ich Maya auf ewig dankbar und ich werde dieses Erlebnis in meinem ganzen Leben nicht vergessen!

Maya ist ihrer Tochter eine sehr gute Mutter. Miel könnte sich keine bessere wünschen. Beide - Maya und Miel haben sich einfach prächtig entwickelt. Meine ganzen Ängste und Bedenken haben sich ins Nichts zerstreut. Es hat weder Maya noch Miel geschadet, dass Maya so früh Mama geworden ist. Im Gegenteil - Maya spielt sehr viel mit Miel und tobt ausgelassen mit ihr herum. Sie geniesst es sichtlich Mama zu sein!

Das ist - bis jetzt - Mayas Geschichte.

Es fällt mir unendlich schwer mich von Maya zu trennen, aber aus einigen Gründen geht es leider nicht anders.

Maya ist ein Pferd, wie man es sich besser nicht wünschen kann. Und ich bin mir sicher, wir werden den einen Menschen für sie finden, der sie liebt und dem sie das gleiche Vertrauen entgegenbringen kann, dass sie mir gegeben hat!

 
 
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